Hervorgehoben

Erster Blogbeitrag

Willkommen auf der Insel der albernen Träume!

Sunrise at Lake Kanobeeno

Seit früher Kindheit bin ich sozusagen kreativ unterwegs. Was einmal mit weniger beliebtem Vollkritzeln von Stubensessel-Rückwänden und Cardboard-Sheets aus Hemden-Packungen in zarten Jahren zwischen 3-5 anfing, sich mit ersten Klimpereien am Klavier und dem  „Wall-iano“ ( Mit einem Stock über die Hohlräume einer Rigips-Wand Töne erzeugen)  und ab etwa 8-9 Jahren Alter mit der ersten längeren Geschichte begann, wuchs sich über die folgenden Zeit zu einem Streufeld schaffender Prozesse aus, wie sie sich in so langen Sätzen ohne Weiteres unterbringen lassen. Ewig seine kreativen Erzeugnisse in der Besenkammer verstauben zu lassen, das war letztendlich keine brauchbare Option. Auch wenn man nicht so der große Zampano in Sachen Selbstdarstellung und Aufdringlichkeit ist, und seine „Werke“ zeitlebens eher verschenkt oder in diversen Sperrmüllsammlungen hat unterbringen lassen, und nicht so erschreckend viel von sich selbst hält, wie das manchem Psychologen und Anhängern der Superduper-Happy-Positivdenker-Neo-Religion besser gefallen würde, so hat man doch hin und wieder ein Gefühl davon, dass sich Leute mal gern was ansehen würden. Es könnte zumindest vorkommen. Und einzelne sagen das dann ja schon auch mal.

Also das versuche ich hier so ein bisschen mal. Leuten Einblicke zu ermöglichen. Einige mögen jetzt denken : „Oh Gosh, another shitty artist“ oder so etwas. Nun  gut, die dürfen gern weiter ziehen. Mir geht das mit den meisten so genannten Künstlern auch so ähnlich, besonders mit Welchen, die jahrelang studieren, um Striche neben einander zu zeichnen, oder Kleckse in einander so anzuordnen, damit man von einer passablen Annäherung an Feng Shui sprechen kann. Es gibt da  auch Leute, die Eier choreographisch grazil an eine Wand werfen, sich in Ochsenblut im random Torque selbst bemalen, oder vielleicht Wäscheklammern variabel pietär an einem toten Pferd anbringen. Diese Dinge sind ein Grund, warum ich mich nicht als „Künstler“ sehen möchte. Schließlich nehme ich nur Stifte, Software Tools oder Pinsel, und trage im äußersten Falle mal Farbe auf ein Stück Karton oder Papier auf. Dass das keine Kunst sein kann, weiß man heute sogar schon bei den Sozialbehörden.

Sollte ich zeitlich dazu kommen, oder den Grad eines brauchbaren Durchblicks dazu erlangen, kann ich auch Einblicke in die anderen Schaffenswelten wie Musik oder vielleicht Fashion Design darbieten. Oft hatte ich den Wunsch, Jemand möge musikalische Stümperei einmal mit einem Orchester umsetzen, oder vielleicht auch nur fachlich perfektionieren können. Bei Klamotten habe ich sehr eigene Vorstellungen und optimiere diese auch gern für den Zweckgebrauch, zum Beispiel für den Einsatz beim Snowboarden. Ich habe dafür eigene Klamottenstile entworfen und nehme nicht nur einfach ein Modell als Basis für einen Print, oder so etwas. Dass ich in all diesem Kreativkrams ziemlich eigensinnig strukturiert bin, liegt wahrscheinlich an der Ausprägung des Asperger Syndroms.

Wie manche wissen mögen, wird das ja als Art soziale Behinderung angesehen, unter anderem soll das Kreative darunter eingeschränkt sein. Vielleicht sind aber auch nur die Horizonte der Leute  eingeschränkt, die sich anmaßen, so etwas beurteilen zu können. Ich bin mir da noch nicht ganz sicher, konnte zu wenige dieser Leute bislang selbst untersuchen. Im Gegensatz zu mir, halten die dann doch ziemlich viel von sich.

Nun soll das mein Versuch werden, und seid mir nicht böse, falls es mir nicht so proper gelingt. Es gab in den letzten 15 Jahren leider schon über 200 Zeitgenossen, die entweder zu helfen versuchen wollten, oder mir Hilfe versprachen, auch einige darunter, von denen sehr viel Blabla und große Sprüche kamen, letztendlich aber nie ein Handeln erfolgte. Vielleicht fehlen mir zu viele menschliche Eigenschaften, um dies in seiner elementaren Tragweite zu bewältigen. Soziale Defizite sind nicht so der Bringer, ehrlich gesagt. Ich empfinde es jedoch als ein großes Manko, dass Menschen einander nicht oder nicht ensprechender Möglichkeiten gegenseitige Unterstützung gewähren. Ich  finde, eine Art, die sich darin ausbauen würde, könnte viel schneller, effizient und umfassend lernen. Komischerweise führt der kapitalistische Drive aber zu einer Art Ellbogen-Mentalität, in der sich jeder um seinen eigenen Shit kümmert, und Bemühungen anderer einzig als Konkurrenz ansieht. Vermutlich helfen sich deshalb die meisten Leute nur selbst, und nicht anderen. Dazu kommt das Leistungsvergeltungsprinzip, welches Einsatz nur dann belohnt, wenn dafür Geld fließt. Deshalb helfen Leute einander zunehmend nur noch dann, wenn sie dafür Geld erhalten. Aus meiner Sicht ist das der Dolchstoß für das soziale Engagement, und der erste Weg in die totale Abhängigkeit, aber ich habe ja nur querulante Ansichten, und eindeutig nicht studiert, nicht wahr?

Silly Dream Island ist ein fantastischer, fiktiver Ort. Ein Ort für alle verlorenen Träume, ein Strand, an dem sie anwaschen und Wurzeln bilden mögen. Vielleicht wird diese Gedankeninsel einmal das sein, was aus Jahrzehnten an kreativem Vorsichhindönsen übrig bleibt.

Bis mir erlernlich wird, wie man hier Bilder hochlädt, verlinke ich auf meinen Account bei Deviantart oder Bilder hieraus. Damit man auch gleich mal weiß, was ich zum Ausgleich in Sachen Bewegung so mache:

Friends

 

Soweit mal für den Anfang. Möge der Saft mit Euch sein. Denn ohne Saft gibt’s kein Internet, und ohne Internet würden die Router sich alleine fühlen müssen, ganz zwangsläufig.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich eine besondere Affinität gegenüber Flaschen pflege. Weil sich das in den letzten 10 Jahren ziemlich zum Ersatz nicht vorhandener, oder spärlich verwendbarer Sozialkontakte entwickelt hat. Und als Vorwarnung für Leute, die ihre Flaschen einfach so irgendwo um Stromverteilerkästen herum hinstellen, oder  sie herzlos in die Kieler Förde pfeffern. Mir ist nämlich daran gelegen, dass ein guter Umgang mit Flaschen gepflegt wird, wo sie doch bei sehr sozialen Anlässen anwesend sind, wo sie meistens ausgetrunken werden. Ich schätze, das ist eine passende Stelle, um den ersten Eintrag zu beenden. Außerdem muss ich das flüssige Gelbe jetzt dringend ins feste Keramische reintun, wenn Ihr versteht, was ich meine.

Bis auf Weiteres alles Gute, alles andere und was sonst noch interessiert.

Der mit der Kappe

 

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Die Anfänge – The Beginning

Anyway,

Länger nicht hier gewesen.

Sommer ist Surf-Saison, da hängt man gewöhnlich locker an der Gabel und hat Osmose in der Hose, dann geht’s im Trapez. Wer jetzt wieder nicht mit tickt nimmt sowieso das Meiste viel zu sehr Ernst, und das sogar im August! Aber das lässt sich  ändern.

Durch einige der Zeugnisse aus den frühen Jahren vielleicht ja. Ausgegraben aus den finsteren Dachböden jenseitig des Limes, reisten sie zu mir ob bekanntschaftlicher Obacht, die tollkühnen Kritzeleinen aus dem ansonsten eher schwierigen Lebenskapitel. Da lag der Schwerpunkt auf Expeditionen ins Tierreich und später folgten fantastische oder auch naiv utopische Vorstellungswelten-

Eine jener war mein neuronaler Ort „Planet, auf dem die Menschen freundlich sind.“ Das war eine kindliche Vorstellung für eine Welt ohne das täglich Typische, also ohne Hänselei, heute verharmlosend unter „Mobbing“ umschrieben, ohne Gewalt und ohne indirektes, soziales Sanktionieren und Geschnittenwerden. Eine Welt, in der das Wort eines Kindes Bedeutung hätte, wenn es sie denn gäbe. Ihr lernt schon bald, dass meine Kindheit eher strange oder traurig verlief. Kreativsein wurde mir zum Rettungsseil aus dieser tiefen, abweisenden und zuweilen eisigen Klamm, wie sie das Kinderleben sein kann. Sich in Fluchtwelten zu stürzen, und möglichst lange so beschäftigt, praktisch, wie weg gebeamt bleiben zu können, das half über manch eklatante Wirklichkeit hinweg.

Es gibt auch weniger leichtgängige Bilder aus dieser Zeit. Die Meisten dürften die Eltern zerknüllt und weggeworfen haben. Weil man damals nicht verstand, warum Kinder so etwas zeichnen. Von Trauma-Folgenproblematik hatten nocht nicht viele irgend ein Bewusstsein.

Einige Sachen stelle ich hier ein, die aus der Zeit um 1975 – etwa 1993 oder knapp darüber entstanden.

Dance of the Firebird -1992